
So entsteht das Paddel
Holz ist ein wunderbares Material. Schön, wenn es mit grünen Blättern dasteht oder mit weißem Schnee gepudert ist. Zum Nutzen von uns allen, wenn es Sauerstoff produziert, und am Ende seines Lebens als Baumaterial oder CO2-neutraler Brennstoff. Auf dieser Seite bekommst du einen Eindruck vom Prozess hinter meinen Paddeln. Jedes Paddel wird individuell gefertigt – mit Handwerkzeug und Augenmaß.
Das trägt dazu bei, jedes einzelne Paddel einzigartig zu machen. Ich baue jedoch alle meine Paddel nach denselben alten grönländischen Methoden. Den Unterschied zwischen den einzelnen Paddeln findest du in den kleinen Variationen im Muster, die jedem Paddel seinen ganz eigenen Charakter geben.

Auswahl des Holzes
Ich verwende vorwiegend Rote Zeder (WRC) und Gelbe Zeder aus Alaska (YAC). Für die Kanten nutze ich Hartholz – vor allem Esche, Lärche und Eiche. Rote Zeder zeichnet sich dadurch aus, leicht und zugleich schön anzusehen zu sein. Gelbe Zeder ist stark und zäh. Als Bonus duften beide Holzarten während der Verarbeitung fantastisch, und zusammen wecken sie bei mir immer Assoziationen an Zigarrenkisten, Bleistifte und Zitrus.
Wenn ich das Holz vom Sägewerk bekomme, darf es einige Monate liegen und trocknen. So kann das Holz trocknen, bis es die optimale Restfeuchte erreicht hat – und ich habe außerdem die Möglichkeit, verzogene Stücke auszusortieren.

Formgebung
Wenn das Holz so weit ist, beginne ich langsam, es zu formen. Ich säge und hoble es zu den Formen, die zusammen das Paddel ergeben sollen, und lasse es danach noch einige Monate trocknen. So kann ich das Holz während der Trockenzeit ständig beobachten und die Stücke sorgfältig auswählen, die zum einzelnen Paddel zusammengesetzt werden. Erst wenn das Holz beide Trockenperioden durchlaufen hat, verleime ich die Holzstücke und bearbeite sie endgültig. Wenn ein Paddel fertig ist, besteht es aus 13 bis 19 Stücken Holz.

Behandlung der Paddeloberfläche
Die allermeisten meiner Paddel verstärke ich mit Kanten. So hält das Paddel den Stößen des Alltags besser stand und bekommt zugleich ein ästhetisches Detail. Die Verstärkung führe ich mit Hartholz an den Kanten und einem Stück an der Spitze des Paddels aus. Das gibt dir die Möglichkeit, die Enden selbst zu schleifen oder zu schnitzen, falls das Paddel kleine Schäden bekommt.
Ich imprägniere meine Paddel mit einem Öl nach eigener Rezeptur. Es besteht hauptsächlich aus Leinöl, gemischt mit Carnaubawachs, mit dem ich jedes Paddel bis zu 10 Mal mit 3 verschiedenen Mischungen behandle. Die Mischung aus Öl und Carnaubawachs gibt dem Paddel eine wasserdichte und angenehme, warme Oberfläche. Sie wird nie glatt – auch nicht, wenn sie nass ist – und das bedeutet ordentliche Arbeitsbedingungen für deine Hände.

Pflege deines Paddels
Wenn du findest, dass dein Paddel anfängt, müde auszusehen, oder sich nicht mehr so angenehm anfühlt wie am Anfang, reibst du es einfach mit einem Stück Toilettenpapier mit Öl ein. Am besten trägst du das Öl bei Zimmertemperatur oder wärmer auf.
Wenn das Öl nach ein paar Stunden ins Holz eingezogen ist, wischst du überschüssiges Öl mit mehr Papier ab. Alles Papier einfach ins WC spülen. Fehlt dir eine Öl-Wachs-Mischung, kannst du sie bei mir kaufen – schreib mir oder ruf mich an. Meine Kontaktdaten findest du auf dieser Seite.







